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Erstbegehung – Waller Alm

Sonntag, den 7. Oktober 2007

Heute war es endlich soweit! Das Wetter war perfekt und so konnten wir unser Ziel die „Erstbesteigung“ der Waller Alm umsetzen.

Begleitet wurde ich von sechs sehr netten Freunden!

Bei ausgezeichnetem Herbstwetter trafen wir uns um 10:30 in Kufstein und fuhren ans hintere Ende des Hintersteiner See. Walter W. montierte den Swisstrack und los gings. Die ersten 600 m waren richtig steil. Für einen Rollstuhlfahrer, der solo unterwegs ist, nicht zu schaffen. Jedoch mit vereinten Kräften Walter W. und Rudi K. (beide aus K. – Namen der Red. Bekannt ;-) ) schafften wir die erste, sehr anspruchsvolle Steigung.

Die folgenden Abschnitte des Anstiegs waren nicht ganz einfach, aber mit leichter Unterstützung zu meistern. Kurz vor dem Ziel war noch eine Passage, an der es etwas mehr an Unterstützung bedurfte.

Nach einem guten Mittagessen auf der Waller Alm in der Stöfflbräu Hütte und zwei Stunden in der herrlichen Herbstsonne machten wir uns wieder auf den Heimweg. Auch hatten wir uns eine Strategie für die letzte Steilabfahrt überlegt.

Abfahren ist wie immer leichter. Obwohl, die Schultern und die Brustmuskeln wurden ziemlich beansprucht! Und: Ein Muskelkater wird bereits heute für morgen erwartet.

Das erste Teilstück der Abfahrt war eigentlich überraschend einfach zu bewältigen. Links und rechts neben mir, die beiden Bewacher Walter W. und Rudi K. die mich vor ungewollten Ausflügen in die Botanik bewahrten.

Die letzten 600 m waren wieder der Knackpunkt den wir mit der zuvor besprochenen Strategie bewältigen wollten. Aber nach dem bewährten Sprichwort: „Erstens kommt es anders und zweitens als mann denkt!“ entwickelten wir die „bergabfahrziehschieblenkbremstechnik“ mit der wir dann unter Zusammenarbeit diese Hürde bewältigten.

Alles in allem kann ich als Tetraplegiker sagen, dass dieser Ausflug alleine nicht möglich gewesen wäre. Thank you Friends!!! Es war ein Super Tag!!! Nach 19 Jahren im Rollstuhl wieder auf einem Berg.

Zu den Fahreigenschaften des Swisstrack: Es ist erstaunlich, welche Steigungen man bewältigt. Wege mit kompaktem Schotter und ohne große Steine sind hervorragend geeignet und machen riesigen Spass! Schwieriger wird es für Tetraplegiker, wenn die Oberfläche durch große Steine unruhig ist. Stadt und Wiesenwege sind ohnehin kein Thema. Einfach nur genial!!!