Die Toskana neu erlebt

16. Juni 2008

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es in diesem Blog bereits erwähnt hatte, dass ich vor einiger Zeit mehrere Jahre in der Toskana lebte. Ich wohnte im schönsten Teil. Der südlichen Toskana in der Zone zwischen Montalcino und Pienza.

Eben dort, wo jeder vom Land, von den Leuten und den kulinarischen Highlights schwärmt und wo alle Dörfer so “schön”, “nett” und “lieblich” auf Hügeln erbaut sind. Das grobe Kopfsteinpflaster habe ich vergessen! Also alle Eigenheiten, die wir Rollstuhlfahrer so sehr schätzen! ;-)

Sieben Jahre danach war ich jetzt einige Tage mit einer Freundin an den Orten, wo ich zuvor wohnte und arbeitete.

Erstmals hatte ich meinen Swiss-Trac dabei. Der Swiss-Trac war in Bezug auf Mobilität eine absolute Bereicherung. Ich konnte erstmals alle Winkel und Aussichtspunkte in diesen “schönen”, “netten” und “lieblichen” auf Hügeln erbauten Orten erreichen, die ich bisher nur aus Erzählungen kannte. Jeder Besuch dieser Orte war ein Kraftakt allerhöchster Kategorie für die Begleitperson und für den Rollstuhl- fahrer selbst und wurde deshalb ziemlich eingeschränkt.

swisstrac.jpgAuch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Für mich ist der Besitz eines Swiss-Trac DIE Bereicherung in der Freizeit für Rollstuhl- fahrer.

Wir müssen draußen bleiben - Teil 1

12. Juni 2008

Das Kaisertal ist eines der schönsten Naherholungsgebiete für uns Kufsteiner, für die Tiroler und die Deutschen Nachbaren okkupieren es ohnehin seit Jahren und sehen es als “deren” Kaisertal an.

Über Jahre hinweg wurde eine angeregte Diskussion geführt, ob man den Bewohnern dieses Tals eine Zufahrt errichten sollte oder nicht. Pro und Kontra wurde abgewogen. Schlussendlich wurde unter massiven Prodesten des “Deutschen Alpenverein” doch eine Zufahrt in Form eines Tunnels errichtet.

Damit nicht jeder diese neu errichtete Straße befährt und die Natur gewahrt bleibt, wird die Zufahrt durch einen Schranken verhindert. Nur Bewohner des Kaisertals und Einsatzfahrzeuge sollten einen Schlüssel für den Schranken erhalten.
Lustiges Detail am Rande: Obwohl der Deutsche Alpenverein sich ausdrücklich gegen die Errichtung einer Straße ausgesprochen hat, wurden jetzt 3 Genehmigungen in Form von Schlüsseln beantragt. ;-)

draussen01.jpgIch bin gespannt, ob wir Rollstuhlfahrer in Zukunft durch den Tunnel fahren dürfen, um die Schön- heiten dieser Region ge- nießen zu können. Eine Anfrage habe ich bereits gestellt. Mal sehen was rauskommt. Einem Kolle- gen von mir wurde die Zufahrt bereits verwehrt.

Anscheinend gilt für Rollstuhlfahrer vorerst: Ihr müsst draußen bleiben! Mal sehen wie es weitergeht. Ich schreibe drüber, das ist sicher!

Hallo Löwin

23. Mai 2008

Erwischt! Ich hab mir schon gedacht, dass du nachliest. Ich laden den Text erst rauf, wenn er fertig ist. Darüber bin ich mir jedoch nicht sicher. Wir reden drüber. Und jetzt darfst auch lachen ;-)

Handbike Rollout

27. April 2008

Schon seit einiger Zeit freue ich mich auf diesen Tag. Heute war es nun soweit. Ich war zum ersten Mal in dieser Saison mit meinem Handbike unterwegs. Und, das nehme ich jetzt vorneweg, es war ein ausgezeichnetes Gefühl.

Bereits vor einiger Zeit hatte ich gepostet, dass sich die Umgebung von Kufstein ausgezeichnet dazu eignet, mit dem Handbike unterwegs zu sein. Rein theoretisch könnte man vom Tiroler Oberland mit dem Handbike bis nach Wien radeln. Zuerst entlang am Inn anschließend weiter an der Donau.

Nachdem ich das in nächster Zeit nicht vor habe, beschränke ich mich mit meinen Ausfahrten vorerst auf die Umgebung von Kufstein. Sobald ich konditionell wieder fit bin, werde ich wöchentlich dann ca. 45 km mit dem Handbike radeln.

handbike.jpgHergestellt hat mein Handbike ein Unterneh- men in meiner Nähe. Die Firma Praschberger Rolltechnik & Sport.

Alois Praschberger, selbst Rollstuhlfahrer, und Johanna Prasch- berger sind die innovativen Köpfe hinter diesem Unternehmen. Absolute Profis!

Ich kenne Lois jetzt seit 1988 und hab mitverfolgen dürfen, wie dieses Unternehmen von einer Garage über den etwas größeren Keller bis zum eigenen schönen und großen Firmengebäude gewachsen ist. Mittlerweile beschäftigen die Beiden 15 Mitarbeiter die sich auf die adaption von Rollstühlen und Fertigung von Handbikes und vor allem die Entwicklung und Fertigung von Monoski spezialisiert haben. Mit ihrem selbstentwickelten Monoski sind die Beiden Weltmarktführer und zahlreich Olympia und WM Medaillen wurden eingefahren. Seht Euch die Seite unbedingt an: Alois Praschberger Rolltechnik & Sport GmbH

Viel Spaß!

Wir waren dabei …

22. April 2008

Am Wochenende besuchte eine Freundin und ich, das in München stattfindende Konzert von Ligabue!

ligabue03.jpgFür alle die sich in der italienischen Musikszene nicht auskennen:
Neben Zucchero und Vasco Rossi ist Ligabue einer der Helden der italienischen Rockmusik. Vergleichbar mit Wolf- gang Ambros - einst in Österreich und Herbert Grönemeyer zu seiner besten Zeit in Deutschland.

ligabue02.jpgJeder der genannten Künstler füllt in der Heimat Stadien und/oder Konzert-Arenen bis zu 120 000 Besucher. Wie zum Beispiel beim Konzert auf der Renn- strecke von Immola!

Auch wenn München als die “italienischste” aller deutschen Städte gilt, war ich von der Anzahl

ligabue01.jpg

der Besucher überwäl- tigt. Ich war beeindruckt vom südlichen Flair. Für Ligabue war es beinahe wie ein Heimspiel. Es wurde italienisch gesun- gen und gesprochen.

Ich gehe jetzt ganz stark davon aus, dass die Holzöfen zur Zubereit- ung von Pizzen an die- sem Abend im Umkreis von 100 km kalt blieben!

Zu der Stimmung braucht man ja nichts mehr sagen. Seht Euch doch ganz einfach das Video an.

Meine Bekannte und ich sahen ein außergewöhnlich schönes Konzert mit sensationeller Stimmung! - So einen Tag sollte man sich unbedingt öfter gönnen! Nur genial!