In den letzten Tagen war ich beruflich sehr engagiert. Aus diesem Grund habe ich erst wieder am 04.07. Zeit gefunden, der Gemeinde Ebbs eine neuerlich Anfrage zu senden. Die Anfrage lautet wie folgt:
” … nachdem ich bis zum heutigen Datum keine Stellungnahme auf mein Anliegen erhalten habe, werde ich die negative Vorgehensweise und Diskriminierung von Menschen mit Behinderung von Seiten der Gemeinde Ebbs weiter publizieren und an entsprechende Multiplikatoren weiterleiten. …”
Einige Tage später erhielt ich folgende telefonische Antwort:
” … die neueste Erkenntnis sei, dass es sicher nicht gestattet wird, dass Rollstuhlfahrer den Tunnel benützen dürfen. Denn, wenn sie mit dem Auto hineinfahren, im Kaisertal kein Platz zum Parken ist. (Die Talbewohner hatte bereits vor der Errichtung des Tunnels Fahrzeuge die im Kaisertal unterwegs waren. Die hatten alle Platz) - Der Tunnel mit dem Swiss-Trac nicht befahren werden darf, aus bautechnischen Gründen.
Er könne mir in seiner Funktion als Gemeindesekretär der Gemeinde unter vorgehaltener Hand (finde ich nett, wenn das einer in einem öffentlichen Amt sagt) - und das darf ich dann in keinem Fall weitersagen - folgenden Tipp geben: Ich sollte mich mit einem der Wirte aus dem Kaisertal in Verbindung setzen und denjenigen dann bitten, dass er mich mit dem PKW hineinnimmt. Dies alles im Rahmen einer Versorgungsfahrt, da ja Fahrten die dem Personentransport dienen, verboten sind!”
Ich sehe das jetzt ganz einfach so, dass das Verständnis für Rollstuhlfahrer bis in die Gemeinde Ebbs noch nicht vorgedrungen ist. Anscheinend hat der Herr Gemeindesekretär angst, dass sich dann gleichzeitig jeden Sonntag während der Wandersaison mehrere Millionen von Rollstuhlfahrern aufmachen und das Kaisertal besuchen und zuparken.
Weiters kann ich mir nicht vorstellen, dass der Tunnel so gebaut eng gebaut ist, dass bei einem Fahrzeug links und rechts beinahe die Spiegel streifen. Ansonsten findet man ja immer eine Möglichkeit zum Ausweichen.
Unter vorgehaltener Hand noch ein Lustiges Detail am Rande: Ich bin anscheinend nicht der einzige Rollstuhlfahrer der um das Recht kämpft, in das Kaisertal fahren zu dürfen. Denn der Gemeindesekretär hat mich am Telefon immer wieder verwechselt. Er hat mir Informationen gegeben, die ich bis dato noch nicht erhalten hatte. Und in einer der letzen Ausgaben der Tiroler Woche habe ich einen Leserbrief gelesen, der über das gleiche Thema handelt.
Ich bin bereit den Druck gegenüber der Gemeinde Ebbs weiter zu erhöhen, aus meiner beruflichen Tätigkeit habe ich tagtäglich mit Medien und Journalisten zu tun. Für die ist das ein gefundenes Fressen. Jedoch möchte ich Euch bitten, Eure Kommentare zu diesem Thema abzugeben. Nur gemeinsam können wir etwas bewegen.