Sportler des ÖSV verunglückt
Natürlich ist die Verletzung des österreichischen Skirennläufer Matthias Lanzinger ein tragischer Vorfall. Er, seine Freundin, die Familie und sein Umfeld wird sicher in der nächsten Zeit damit zu kämpfen haben.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Tragweite eines Unfalls dieses Schwierigkeitsgrads für Matthias Lanzinger derzeit noch nicht abgeschätzt werden kann. Auch wenn uns die Medien derzeit ein anderes Bild zeigen. Ich denke, nein, eigentlich bin ich mir sicher, dass Matthias Lanzinger auch Stunden der Verzweiflung, der Trauer hat. Wäre auch nicht normal, wenn er sein zuvor erfolgreiches Leben (er hat geschafft im Ski Weltcup teilzunehmen) ohne Bedauern abschließen würde. Es braucht einfach Zeit. Das ist nur normal!
Als interessanten Sideevent finde ich jedoch die Berichterstattung und die Vorgehensweise rund um das Unglück:
- Als erstes werden Rechtsanwälte eingesetzt um richtig auf den Tisch zu haun. Spuren zu suchen, die ohnehin bereits verwischt sind, weil Rückbau der Sportstätte bereits stattgefunden hat … Man könnte ja vielleicht so einen Streckenposten für verantwortlich erklären, der diese Arbeit beinahe kostenlos aus Begeisterung und Freude und Dienst am Sport erledigt hat.
- Dann die Berichterstattung im ORF. Aufgebaut auf sensationsgeile Berichterstattung und Quotenhascherei!
- …
Jetzt geht’s dran in der Rehabilitation wieder auf die “Beine” zu kommen. Dies geschieht im Rehabilitationszentrum Bad Häring. Als Sportler hat er die Kraft das Maximalste herauszuholen. Bereits im nächsten Jahr wird er wieder bei Schirennen teilnehmen. Anders, vermutlich wieder erfolgreich und trotzdem zufrieden und glücklich.
That’s life. Und sie dreht sich doch! - Die Erde, das Leben, …
P.S.: Es gab im heurigen Jahr noch eine große Menge mehr Skiunfälle, von Freizeitsportlern, Müttern, Familienvätern, Kindern … die durch keine Versicherung finanziell abgedeckt sind und weit schwerwiegender ausgefallen sind. Kann mich nicht erinnern, darüber Berichte gesehen zu haben.